she uses margerine

derzeit laufen bei uns die simpsonsfolgen, die in den usa direkt nach dem simpsonsfilm ausgestrahlt wurden. was sich also schon im film an fortschritten an der erzählstruktur andeutete, lässt sich nun auch auf groszartige weise jede woche im tv nachvollziehen. war die 18. staffel noch eher geprägt von müden parodien (auf zb. herr der ringe, 24 oder world of warcraft) überbieten sich die neuen folgen an vielschichtigkeit.
„vergiss marge nicht“ vor 2wochen verband eine spannnende in episonden erzählte geschichte mit einer toll gemachten youtube-parodie: homer denkt in den tod zu fallen, sieht aber einen „homer takes a picture every day“-videocilp und landet schlieszlich bei duffman. daraufhin konnte man bei „hello mr. president“ ein selbst für die simpsons nicht ganz typisches offenes ende sehen: die letzte szene ist ein werbespot für den frisch gekührten präsidentschaftskanditaten ralph. es herrscht völlige naive harmonie und kein anzeichen von unheil wie bei anderen episoden mit offenem ende scheint sich abzuzeichnen. hier sind die zuseher gefragt, wenn sich republikaner, demokraten, ganz springfield und sogar lisa auf einen popelnden pazifistischen jungen einigen können von woher naht dann die katastrophe? nun zur folge von gestern „die wilden 90er“. eigentlich ist es ja schon amüsant homer als curt cobain „rape me“ bzw. „shave me“ singen zu hören und zu sehen wie die kulturtheorie der 90er durch den kakao gezogen wird: nein, hier wird gleichzeitig die moral der frühen staffeln mit den guten parodien der späteren folgen versöhnt und mit selbstironischem nerdism in form von einer anspielung an die minigolf-liebesszenen verquirlt. super, aber jetzt ist schluss mit dem schmalz!